Motivation zu einer eigenen regelmäßigen Yogapraxis

Motivation zur eigenen regelmäßigen Yogapraxis

Auch Motivation ist ein Lernprozess

Nicht nur das Verinnerlichen der Asanas und ihrer Reihenfolge ist ein Lernprozess, der sich durch ständige Wiederholung langsam festigt, sondern auch die Etablierung einer eigenen Praxis – auch das braucht Zeit! Hier geht es darum alte Muster und Strukturen durch neue zu ersetzen. Wer also häufig mit dem „inneren Schweinehund“ zu tun hat, wird ihn nicht von heute auf morgen zugunsten einer regelmäßigen Yogapraxis verscheuchen können, ohne dabei in alte Verhaltensmuster zurückzufallen. Also ist es hilfreich mit kleinen Schritten zu beginnen. Yoga ist kein Leistungssport – bereits bei kleinen Achtsamkeitsübungen fängt Yoga an.

FacebookbildKleine Rituale

Schafft euch kleine Rituale, die ihr mit dem Üben verbindet, vielleicht ein Morgen- oder Abendritual. Begebt euch bewusst bevor ihr aus dem Haus geht oder vor dem Schlafengehen in eine angenehme, aufrechte Sitzposition und seid präsent im hier und jetzt, im gegenwärtigen Moment. Es sind Augenblicke, die nur euch gehören. Versucht nichts zu überstürzen, zunächst ist weniger mehr. Macht euch bewusst, dass Yoga nicht erst mit anspruchsvollen Asanas beginnt. Es reicht schon, sich zu Beginn 5 Minuten an einen ruhigen Ort zu begeben, die Augen zu schließen und einfach bewusst und ruhig durch die Nase ein und aus zu atmen. Nehmt die Geräusche um euch herum bewusst wahr.

 

Setzt euch nicht unter Druck

Das ist leichter gesagt als getan, denn wir neigen dazu uns selbst unter Druck zu setzen und häufig sind wir selbst unsere größten Kritiker, aber das führt mehr zu Frustration als zu bewusster Entspannung. Es ist viel wirksamer sich 2-3x die Woche jeweils kleine Zeiträume zu schaffen, um zu üben. Versucht weniger zu machen, dafür aber regelmäßig. Je mehr man sich vornimmt und nicht schafft, desto demotivierter ist man. Wenn ihr dann merkt, dass es euch gut tut, werdet ihr sehr wahrscheinlich von alleine länger üben wollen.

Sucht eine positive Einstellung zur eigenen Praxis

Macht euch nach jedem Mal Üben bewusst, wie gut ihr euch währenddessen und danach gefühlt habt. Ruft euch dieses Gefühl vorm nächsten Üben in Erinnerung, dadurch baut ihr einen positiven Bezug zu eurer eigenen Praxis auf.

Die richtige Atmosphäre schaffen

Sucht euch einen angenehmen Platz, möglichst ohne äußerliche Reize oder Dinge, die ablenken könnten. Es ist es zum Beispiel kontraproduktiv, wenn ihr auf der Matte sitzt und das Gefühl habt, dass ihr eigentlich noch schnell das Papierchaos auf dem Schreibtisch oder den Wäschehaufen auf dem Sessel beseitigen müsstet. Vielleicht hilft es am Anfang eine wohlige Atmosphäre zu schaffen, indem ihr eine Kerze anzündet. Vor allem sollte es ein angenehm warmer Ort sein. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es am Anfang ein Weilchen dauert, bis es einem egal ist, ob man viel oder wenig Platz zum üben hat und man sich auf sich selbst konzentrieren kann.

Die eigene Praxis als Selbstexperiment

Versucht das Üben als Möglichkeit zu sehen, euch selbst und eure Tagesform kennen zu lernen, denn sie fühlt sich jeden Tag anders an. Die Beobachtungen, die ihr dabei machen werdet sind oft sehr überraschend. Nutzt die Chance etwas langsam, im eigenen Tempo und Schritt für Schritt aufzubauen. Im Alltag geraten wir genug in Situationen, in denen wir schnell, effektiv und unter Leistungsdruck arbeiten müssen – beim Yoga besteht kein Druck von außen, also schätzt und entdeckt die Langsamkeit. 

 

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